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Fixing For Future: „Reparieren statt Wegwerfen“ als Schulfach

Oft gibt der Preis, das Design oder die neue Funktionalität bei Neuanschaffungen den Ausschlag zum Kauf. Doch wie ist es um die Langlebigkeit von Alltagsgegenständen bestellt und lässt sich ein Gerät auch reparieren?

Dieser Frage und mehr gehen die Schüler*innen der Rudolf-Steiner-Schule in München in ihrer Reparatur-Werkstatt auf den Grund. So erweitern sie ganz realitätsnah und praxisbezogen den Bezug zu Ressourcenschutz, Nachhaltigkeit und unterwandern Obsolenzstrategien der Industrie.
So erfolgreich, dass das Projekt sogar ausgezeichnet wurde.

Lesezeit: 4 Minuten

Die Schüler*innen-Reparatur-Werkstatt
Ein Projekt der Rudolf-Steiner-Schule für mehr Reparaturkompetenz und den achtsamen Umgang mit Gebrauchsgegenständen.

Seit über 6 Jahren gibt es die Reparatur-Werkstatt an der Münchner Leopoldstrasse in den Räumlichkeiten der Rudolf-Steiner-Schule. Sie ist offen für alle, die ihre defekten Alltags- und Gebrauchsgegenstände vor einer allzuschnellen Entsorgung retten möchten. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Suffizienz in Zeiten des Klimawandels geleistet. Suffizienz steht im Nachhaltigkeitskontext für das Bemühen um einen möglichst geringen Rohstoff- und Energieverbrauch. Energie und Material einzusparen bedeutet dabei, Dinge achtsam zu behandeln, Reparaturkompetenz zu entwickeln und sie dadurch so lange wie möglich zu nutzen, und – falls der Tod der Dinge unvermeidbar ist – diese dem Rezyklierkreislauf, also den Wiederaufbereitungsprozessen für enthaltene Rohstoffe, zu übergeben. Damit werden Ressourcen geschützt und Treibhausgas-Emissionen vermieden.

In der Werkstatt untersuchen und reparieren Schüler*innen unterschiedlichster Jahrgangsstufen an 12 Arbeitsplätzen Technikgeräte, Möbel und Elektroteile und teilen untereinander eigenverantwortlich alle eingehenden Aufträge zur Reparatur auf, gehen auf Fehler- und Defektsuche und finden selbstständig heraus, wie und womit die Geräte am besten repariert werden können. Unterstützt werden sie dabei von ehrenamtlichen Helfer*Innen, die auch für die Beschaffung von Ersatzteilen zuständig sind.

„Wir haben alle den Mut bekommen, kaputte Sachen erst mal zu untersuchen, anstatt sie einfach wegzuwerfen.“

Sophie aus der 10. Klasse über die Schüler-Reparaturwerkstatt

Nachhaltiges Handeln, um CO2e zu reduzieren und die Umwelt zu schützen ist Maxime und zugleich gesellschaftlicher Auftrag zur Bekämpfung des Klimawandels. Als Deutschlands erste Gemeinwohl-Bank fördern wir bei der Sparda-Bank München eG daher die Reparatur-Werkstatt mit Mitteln aus unserem Gewinn-Sparverein, um mehr Reflektions- und Gestaltungsräume zum praktischen nachhaltigen Handeln zu ermöglichen. Für die Gestaltung einer guten Zukunft für uns Alle.

Über unseren Gewinn-Sparverein spenden wir jährlich rund 2,5 Millionen Euro an gemeinnützige Projekte in der Region. Wie Sie selbst Gewinn-Sparer*in werden können, erfahren Sie hier.