• Region und Menschen

Mensch & Mitwelt vor Profite – Wirtschaft neu denken!

Wie genau funktioniert die Marktwirtschaft und warum ist alles auf Wachstum ausgerichtet, obwohl wir auf einem Planeten mit endlichen Ressourcen leben?

Das vom Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank München e.V. gefördertet Schul-Projekt „Mensch & Mitwelt vor Profite“, bietet Jugendlichen ab 14 Jahren einen Erfahrungs- und Experimentierraum, um Wirtschaft neu zu denken.

Lesezeit: 3 Minuten

Ein Bildungsprojekt zu nachhaltiger Ökonomie und zukunftsfähigen Lebensweisen

Obwohl das Wirtschaftswachstum seit Jahrzehnten kontinuierlich ansteigt, wird immer offensichtlicher, dass stetiges Wachstum mit hohen ökologischen und sozialen Folgekosten einhergeht. Diese Folgekosten werden auf andere abgewälzt, etwa auf Menschen in prekären Lebenssituationen, die nicht vom Wirtschaftswachstum profitieren können oder auf zukünftige Generationen. Immer mehr, immer schneller und möglichst preiswerter produzieren und konsumieren zu können verschärft menschenunwürdige Arbeitsbedingungen, wachsenden Leistungsdruck und führt auf Kosten der Natur zu hohen Schadstoffeinträgen und maßlosem Ressourcenverbrauch. Die Corona-Pandemie hat Anliegen der Gemeinwohl-Ökonomie wie etwa Berufe zum Gesundheitsschutz und zur Grundversorgung der Bevölkerung in den Fokus gerückt. Und auch über Themen wie angemessene Bezahlung von systemrelevanten Berufsgruppen und negative Auswirkungen von Privatisierung auf wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens wurde und wird verstärkt diskutiert.

Eine Transformation hin zu einer solidarischen Wirtschafts- und Lebensweise, die allen Menschen ermöglicht, ihre Bedürfnisse zu verwirklichen und gleichzeitig die Mitwelt zu erhalten, ist notwendig und machbar. Gegenwärtig gibt es bereits zahlreiche Ansätze, die aufzeigen, wie Wirtschaften und Leben, die nicht auf Kosten anderer basieren, umgesetzt werden. Hierzu zählen beispielsweise Repair-Cafés, in denen Menschen sich gegenseitig helfen, Dinge zu reparieren, Wohnprojekte, Ernährungsräte und Energietische, bei denen Einwohner*innen demokratisch ihre Lebensmittel- und Stromversorgung bestimmen, verkürzte Arbeitszeiten, die neben der Erwerbsarbeit noch Zeit für zivilgesellschaftliches Engagement ermöglichen, fairer Handel sowie regionale Wirtschaftskreisläufe.

Seit 90 Jahren steht der Solidaritätsgedanke bei uns im Zentrum. Dabei reden wir nicht nur, sondern handeln: Über unseren Gewinn-Sparverein spenden wir jährlich rund 2,5 Millionen Euro an gemeinnützige Projekte in der Region. Wie Sie selbst Gewinn-Sparer*in werden können, erfahren Sie hier.