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Sicher unterwegs im Netz: Wie Sie sich vor Onlinebetrug schützen

Ob zum Einkaufen, für das Erledigen von Bankgeschäften, zur Pflege von Kontakten oder auf der Suche nach Informationen: Das Internet ist aus dem Alltag vieler Menschen kaum noch wegzudenken. Auch immer mehr Senior*innen entdecken das World Wide Web für sich. Doch neben reichlich Informationen lauern im Netz leider auch viele Betrüger*innen. Gemeinsam mit der Münchner Polizei haben wir im Rahmen eines Seminars aufgeklärt. Wie Sie Onlinebetrug erkennen und sich im Netz sicher bewegen.

Lesezeit: 4 Minuten

Betrugsmaschen der Cyberkriminellen

So vielfältig wie die Möglichkeiten, die das Internet bietet, sind auch die Erscheinungsformen virtuellen Betrugs. Mit 146.363 Delikten verzeichnete das Bundeskriminalamt zuletzt einen neuen Höchstwert im Bereich der Cyber-Straftaten. Die Täter*innen zielen meist darauf ab, an sensible Daten oder das Geld ihrer Opfer zu gelangen. Dabei agieren sie im Verborgenen, was die Ermittlungsarbeit der Polizei deutlich erschwert. Auch wenn die Betrugsmaschen oft schwer zu erkennen sind und häufig wechseln, lassen sich dennoch wiederkehrende Muster erkennen. Die bekanntesten Fallstricke im Internet haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Fallstrick Falschinformationen

Wahre und falsche Informationen im Internet auseinanderzuhalten, wird für Verbraucher*innen immer schwieriger. Vor allem in sozialen Medien und Messenger-Diensten werden Falschinformationen oft absichtlich in Umlauf gebracht, woraufhin sie sich dann rasend schnell verbreiten. Prüfen Sie daher immer, wer eine Information veröffentlicht hat und gleichen Sie die Meldung mit anderen Quellen ab. Ob ein Foto manipuliert wurde, können Sie mit Hilfe der Bilder-Rückwärtssuche überprüfen. Taucht das Foto auf mehreren Seiten auf, sollten Sie misstrauisch werden.

Fallstrick Betrug

Ob Millionenerbschaft oder Lotteriegewinn: Um an Ihr Geld zu gelangen, denken sich Cyberkriminelle oft die wildesten Geschichten aus. Per Mail werden Sie darüber informiert, eine größere Geldsumme oder wertvolle Sachwerte gewonnen zu haben und gebeten, für die Abwicklung vorab eine Gebühr zu zahlen.

Fallstrick Romance-Scamming

Bei dieser modernen Form des Heiratsschwindels suchen die Betrüger*innen gezielt in Online-Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken nach potenziellen Opfern und überhäufen diese mit Aufmerksamkeit und Liebesbekundungen. Glaubt das Opfer, den idealen Partner gefunden zu haben, versuchen die Täter*innen sich mit verschiedenen Methoden Geld zu erschleichen und geben zum Beispiel an, ein Familienmitglied sei erkrankt und benötige eine kostspielige Behandlung.

Fallstrick Phishing

Das Vorgehen beim sogenannten Phishing ist in der Regel immer gleich: Sie erhalten eine gefälschte E-Mail, die Sie auf eine ebenso gefälschte Webseite weiterleitet. Dort werden Sie dazu aufgefordert, vertrauliche Finanzdaten, Passwörter und Zugangskennungen einzugeben, die die Betrüger*innen dann unbemerkt abgreifen und missbrauchen.

Fallstrick Erpressung

Bei der unter dem Begriff Sextortion bekannten Betrugsmasche werden die Opfer per Mail angeschrieben und des vermeintlichen Pornokonsums bezichtigt. Die Betrüger*innen geben vor, sich in PC oder Smartphone gehackt zu haben und drohen, die kompromittierenden Videos zu veröffentlichen, wenn nicht innerhalb kürzester Zeit mehrere Tausend Euro – häufig in Bitcoin – überwiesen werden.

Das können Sie tun, um sich vor Onlinebetrug zu schützen

  1. Geben Sie Ihre persönlichen Bank- und Login-Daten niemals an fremde Personen weiter.
  2. Gehen Sie nicht in finanzielle Vorleistung.
  3. Öffnen Sie keine unbekannten Anhänge oder Links.
  4. Erlauben Sie fremden Personen keinen Zugriff auf Ihren Computer.
  5. Werden Sie bei falscher Rechtschreibung und schlechter Grammatik misstrauisch.
  6. Löschen Sie verdächtige Mails umgehend und sperren Sie die Absenderadresse.
  7. Installieren Sie eine aktuelle Virensoftware auf Ihrem PC.
  8. In Partnerbörsen:
    Legen Sie ein gesundes Misstrauen an den Tag, wenn Sie die Person noch nicht real kennengelernt haben und prüfen Sie vermeintliche Profilbilder über die Bilder-Rückwärtssuche. 
  9. Geben Sie Internetadressen immer händisch in der Adresszeile ein.
  10. Halten Sie vorgeschriebene Logout-Wege ein.
  11. Üben Sie in öffentlichen Netzwerken Zurückhaltung, insbesondere mit sensiblen Daten.
  12. Nutzen Sie offizielle Portale und gesicherte Bezahlsysteme.
  13. Wenden Sie sich an die Polizei, wenn Sie einen Betrugsversuch identifiziert haben.

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